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Lune™ – Jaime Hayons neuester Geniestreich

Jaime Hayon hat es mal wieder geschafft – zusammen mit dem Hersteller Fritz Hansen hat Hayon ein neues modulares Sofa entwickelt, das so einladend und gleichzeitig ästhetisch daherkommt und, zwar die Funktionalität eines Sofasystems mitbringt, aber nicht wie ein modulares Sofa aussieht.

Foto: Fritzhansen.com

Vom geraden Zweisitzer bis hin zu größeren L-Formen (u.a. 10 Sitzer) und Chaiselongue-Optionen bietet Lune™ fast unbegrenzte Möglichkeiten und passt sich so wunderbar in die gegebenen Räumlichkeiten ein.

Foto: Fritzhansen.com

Persönlich gefällt mir die Zweisitzer Version am besten, sie wirkt so leicht, aber dennoch nicht verloren und mit den abgerundeten Ecken unglaublich gemütlich.

Charakteristisch für Hayon ist das skulpturale und kurvige Design. Kunstvoll vereint er in seinen Entwürfen die skandinavische Ästhetik mit einer südländischen Eleganz, sowie einen hohen Anspruch an Komfort und Qualität. Der Bezug der Sitzfläche ist aus einem Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen hergestellt, während die Kissen aus vier verschiedenen Materiallagen mit einer obersten Lage aus Enten- und Gänsefedern gefertigt werden und sich praktisch um den Körper schmiegen.

Foto: Fritzhansen.com

Auch hier ist der gewählte Name Programm: Lune ist ein dänisches Wort, das eine bestimmte, heiß begehrte Idealtemperatur und das Gefühl bezeichnet, das man hat, wenn einfach alles stimmt. Und genau das tut es bei diesem wundervollen Sofa.

Foto: Fritzhansen.com

Lune™ passt übrigens ganz hervorragend zu meinen, ebenfalls aus der Feder Hayon stammenden, Lieblingssesseln Ro™ und Fri™.

Room 506 – Hotel Royal Radisson Blue in Copenhagen

Das neue Sofa System gibt es in sechs verschiedenen Farben und drei Gestellvarianten. Preislich startet der Zweisitzer bei knapp 3.400 Euro, der Sechssitzer liegt bei guten 10.000 Euro.

string – der Klassiker hält Einzug in unser Kinderzimmer

Als Nisse Strinning 1949 mit seinem Bücherregal string an einem Wettbewerb des schwedischen Verlags Bonniers Folkbibliotek teilnahm, hat er vermutlich nicht im Traum zu hoffen gewagt, dass aus seinem Entwurf mal ein absolut zeitloser Designklassiker werden würde.

Foto: string

In einer Zeit, in der die Menschen anfingen vermehrt Bücher zu kaufen und zu lesen und man sich überlegte, wo diese Bücher unterzubringen seien, erfand Nisse Strinning ein Regal, das preisgünstig, leicht zu verschicken und einfach zu montieren war. Er hatte schon länger über ein solches Regal nachgedacht und nahm den Wettbewerb zum Anlass seine Idee umzusetzen. Und: er gewann natürlich den ersten Preis.

Foto: string

Bereits drei Jahre zuvor machte Nisse Strinning seine erste erfolgreiche Erfindung: das Geschirrregal Elfa, das das Problem löste, das Geschirr nicht mehr ständig mühsam mit einem Handtuch abzutrocknen, sondern das ermöglichte, es an der Luft trocknen zu lassen. Gemeinsam mit dem Hersteller Arne Lydmar löste er drei Jahre später dann das Problem den Draht mit Plastik zu beschichten. Noch heute ist das Elfa-System mit seinen Drahtkörben in den meisten Schränken oder als Geschirrablagekorb zu finden.

„Nichts ist zu unscheinbar um nicht verbessert zu werden“ – so könnte man sein Credo beschreiben. Nisse Strinning eint in sich den Anspruch des Erfinders nach Funktionalität mit dem Gefühl des Designers für Ästhetik, Proportionen und Details. Und genau das macht das string Regal so erfolgreich – unscheinbar schmiegt es sich in die Räume ein und bringt Ordnung und Alltagsgegenstände zum strahlen.

Foto: string

In den darauffolgenden Jahren wird das Regal mit verschiedenen Designpreisen ausgezeichnet, u.a. „erstklassiges schwedisches Design“. Bereits 1950 wird das neue UN-Hauptquartier in New York mit string Regalen ausgestattet. Es  folgen Produkterweiterungen wie 1953 das string Plex oder eine freistehende Version des Regals, die Strinning selbst aber nicht gefällt. 1955 nimmt Nisse Strinning mit seinem Regal an der Ausstellung h55 teil, die den Beginn des schwedischen Designs markiert.

50 Jahre später wird auf der Messe h05 das string System in neuem Glanz präsentiert, sowie in den weiteren Ausführungen Weiß, Schwarz, Walnuss und Eiche. Im gleichen Jahr 2005 feiert auch das string Pocket Premiere.

Foto: string pocket 2016

Zuletzt haben sich Björn Dahlström und Anna von Schewen mit einer Erweiterung des string Systems beschäftigt und 2013 zuerst den Klapptisch und 2014 dann das Büromöbel System string works entwickelt, das 2015 mit dem German Design Award 2016 ausgezeichnet wurde.

Foto: string works 2014

Das string Regalsystem besticht durch seine Leichtigkeit und Flexibilität. Es lässt sich auf unterschiedlichste Weise kombinieren und passt in jeden Raum.

Bei uns ist das string pocket jetzt ins Kinderzimmer eingezogen und setzt einzelne Lieblingsstücke der Kinder in Szene.

Foto: string kids

Der Online Shop „geliebtes zuhause„, bietet neben dem leicht verständlichen und intuitiv nutzbaren Online Planer von string auch mit „shop the look“ die nötige Inspiration. Und wer sich für den Newsletter anmeldet, bekommt sogar noch 10% Rabatt gutgeschrieben!

Viel Spaß also beim Planen, Umräumen und Dekorieren!

Ypperlig – IKEA goes HAY

Was in der Modewelt bereits gut funktioniert, wird jetzt auch im Design Bereich praktiziert – miteinander und voneinander lernen und profitieren. Trotzdem ist es schon eine kleine Sensation – die Kooperation zwischen dem Möbelriesen IKEA und den Design Superstars Mette und Rolf HAY.

Foto: IKEA – Marcus Engman, Head of Design bei IKEA, mit Rolf und Mette Hay

Beide eint das Credo außergewöhnliches Design zu erschaffen, das für jedermann zugänglich ist, ein Design, das den wahren funktionalen und emotionalen Ansprüchen eines modernen Zuhauses im 21. Jahrhundert gerecht wird. Die Idee, die daraus entstanden ist, ist ein Design, das absolut clever auf der einen Seite, aber auch absichtlich einfach und unauffällig auf der anderen Seite ist. In der Umsetzung bedeutet das neuartige Konstruktionen und Herangehensweisen, aber auch Langlebigkeit durch Verwendung qualitativ hochwertiger Materialien – und das alles stets mit dem besonderen Design von HAY, das sich wie selbstverständlich einfügt.

Foto: IKEA – Rolf und Mette Hay

Seit gut einem halben Jahr wird an einer mehr als 50 Teile umfassenden Kollektion für das Wohnzimmer getüftelt – besehend aus Möbeln, Beleuchtung, Textilien und Accessoires im typischen Scandi-Design. Klare Linien und helle Farben (grau, weiß und grün) werden die Möbel dominieren.

Foto: IKEA – Tisch und Stuhl aus der IKEA x HAY Kollektion

Bei den Accessoires wird es dagegen bunter und auch von den Materialien her experimentierfreudiger, sagt Mette Hay. Generell macht ihr die Arbeit an den Accessoires am meisten Spaß, hat sie sich doch ein paar der absoluten IKEA Ikonen geschnappt und ihnen durch ihr Design ein neues Leben eingehaucht. So geschehen mit der allseits bekannten blauen IKEA Tasche „Frakta“ – durch neue Farben und Materialien bekommt sie einen komplett neuen Look&Feel (siehe Titelbild). Und sie wird nicht das einzige IKEA Signature Produkt sein, dass durch den Einfluss von HAY in einem völlig neuen Gewand erscheinen wird.

In die Läden kommt die Kollektion mit dem Namen Ypperlig (was im Schwedischen so viel wie „ausgezeichnet“ bedeutet) im Oktober 2017 – wir müssen uns also noch ein wenig gedulden, aber „hej“ wie sagt man so schön „Vorfreude ist doch die schönste Freude“.

 

Inga Sempé – grandioses Design und eine extrem spannende Frau

Es ist ein bisschen wie in der Kunst – ein tolles Bild kann durch seinen Künstler und dessen Persönlichkeit gewinnen, aber auch verlieren. Ich glaube daher rührt auch meine Faszination für die Designer hinter einem Produkt. Mich interessiert die Person, die dahinter steht, nicht die Herstellerfirma.

Foto: VIA Step Ladder „Chaise Escabeau“ by Inga Sempé / Style: „KERASTASE“

Inga Sempé sieht sich selber nicht als Künstlerin, generell will sie mit dem Hype, der um viele ihrer Kollegen gemacht wird, nichts zu tun haben. Dabei gehört sie schon seit einiger Zeit zu den angesagtesten Designern und entwirft für namenhafte Firmen wie Ligne Roset, Moustache, Alessi oder HAY.

Foto: HAY „Ruben Mirrors“ (2015) by Inga Sempé

Ihre Biographie liest sich wie ein Roman, auch wenn sie das wahrscheinlich nicht gerne hört. Inga Sempé wurde 1968 in Paris geboren, als Tochter von Mette Ivers, einer dänischen Grafikerin und Malerin und dem bekannten französischen Grafiker Jean-Jacques Sempé (Der kleine Nick). Die Kreativität liegt ihr praktisch schon in den Genen. Ihren Abschluss in Industriedesign machte sie 1993 an der ENSCI-Les Ateliers (Ecole Nationale Supérieure de Création Industrielle) in Paris. Nach ihrem Studium arbeitete sie vorerst für den australischen Designer Marc Newson (1994), sowie für die französische Designerin Andrée Putman (1997-1999). Ein Jahr später, im Jahr 2000, tritt sie zum ersten Mal als eigenständige Designerin auf und beginnt während ihrer Zeit in Rom ihre Zusammenarbeit mit den italienischen Designfirmen Cappellini und Edgar.

Foto: Cappellini Pendant Lamp „Suspension“ (2007) by Inga Sempé

Noch im gleichen Jahr gründet Inga Sempé ihr eigenes Studio in Paris. Mit ihren gefeierten Entwürfen erarbeitet sie sich eine wichtige Position in einer sonst so männerdominierten Branche und gehört mittlerweile zu den 100 wichtigsten Designern unserer Zeit. Inga Sempé wurde mit verschiedenen Preisen geehrt, u.a. zweimal mit dem Red Dot Design Award „best of the best“ für ihr Polstermöbel MOËL (2007) sowie für das Sofa „Ruché“ (2010), beides für Ligne Roset.

Foto: Ligne Roset „MOËL“ (2007) by Inga Sempé / Style: „KERASTASE“

Verheiratet ist sie mit keinem geringeren als dem ebenfalls sehr bekannten französischen Designer Ronan Bouroullec, mit dem sie auch zwei Kinder hat. Gemeinsam lebt die Familie in einer Wohnung über ihrem Studio im 10. Arrondissement in Paris.

Besonders bekannt geworden ist Inga Sempé für ihre außergewöhnlichen Lichtkreationen. Bei einem Sofa setzt der menschliche Körper dem Designer Grenzen, bei Licht ist das nicht der Fall, so die Designerin. Ihre Liebe zum Licht brachte ihr auch den Spitznamen „Madame Lampion“ ein und den Titel als beste Lichtdesignerin Frankreichs. Sie entwirft u.a. für Firmen wie Luce Plan oder Wästberg.

Foto: Wästberg w103 series by Inga Sempé

Wie es zu der Zusammenarbeit mit Wästberg gekommen ist, erzählt sie in einem Interview mit der FAZ. Die Geschichte ist so charmant, dass ich sie hier erzählen möchte. Inga Sempé war auf einer Messe in Stockholm und wollte unbedingt jemanden von Wästberg treffen, war aber zu schüchtern um am Stand jemanden anzusprechen. In den darauffolgenden Wochen kontaktierte sie Magnus Wästberg plötzlich von sich aus und sie verabredeten sich zu einem gemeinsamen Mittagessen. Er fragte, ob sie eine Idee hätte?! Und die hatte sie. Sie malte eine, wie sie sagt, ziemlich furchtbare Skizze auf eine Serviette, aber er verstand sofort wie es aussehen sollte und war begeistert. Es fühlte sich an wie ein Traum, sagt sie. Diese Geschichte ist so menschlich, sie macht für mich diese einzigartige Designerin so nahbar, so bodenständig und authentisch.

Foto: Røros Tweed „Giboulée Blankets“ by Inga Sempé

Bodenhaftung und Authentizität sind auch das Credo der Designerin – sowohl in ihren Entwürfen, als auch im richtigen Leben. Ihr Ziel ist es, Objekte zu erschaffen, die man in normalen Läden kaufen kann. Deswegen sieht sie sich auch nicht als Künstlerin, sondern als ganz normale Designerin, die normale Produkte für normale Menschen erschafft und nicht für die Vorzeige Lofts irgendwelcher Rockstars. In ihren Entwürfen steht Funktionalität, gute Verarbeitung und Gestaltung an oberster Stelle.

Liebe Inga Sempé, ob du es willst, oder nicht – du bist nicht normal, sondern eine sehr besondere Person, genau wie deine Entwürfe und Produkte, die für mich durch deine Authentizität nur noch mehr gewinnen. Und das schöne ist, dass sich ganz „normale“ Menschen wie ich, mit eben solchen Produkten auch ein Stück von dieser Einzigartigkeit einfangen können.

Foto: Ligne Roset „Ruche Armchair“ (2013) by Inga Sempé

MAISON DEUX – Dem Gewöhnlichen entfliehen

Zugegeben, 480 Euro für ein Schaukelpferd ist nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings handelt es sich bei den Iconic Rockers des 2016 in Amsterdam gegründeten Labels MAISON DEUX auch nicht um irgendein schnödes Schaukelpferd. Die drei Motive Wolke, Wassermelone und Hut (Melone) sind so unglaublich liebevoll gestaltet und qualitativ hochwertig produziert, dass sich der Preis bei näherer Betrachtung durchaus zu rechtfertigen scheint.

Foto: Iconic Rockers by MAISON DEUX

Das Holzgestell wird aus massiver französischer Eiche gefertigt, das Polster aus reiner Wolle des bekannten dänischen Stofflabels Kvadrat. Die Kufen sind mit Gummi-Streifen versehen, um dem Boden auch bei extremem Galopp nicht zu schaden. Alle Produkte des Labels werden in den Niederlanden produziert, das ist dem Paar besonders wichtig.

Foto: Iconic Cloud by MAISON DEUX

Pia & Woes Weinberg sind die Gründer von MAISON DEUX. Inspiriert durch die Geburt ihrer Zwillinge und einem turbulenten Start zu viert, kam der Wunsch nach einem hochwertigem Design, das Kindern und Eltern gleichermaßen gefällt und sich gut in ein modernes, zeitgenössisches Zuhause einfügt. „Ich möchte dem Gewöhnlichen entfliehen, auf der Jagd nach dem Außergewöhnlichen“ sagt Pia. Die minimalistischen, puren Produkte, die so entstanden sind, sind wirklich außergewöhnlich und behalten trotz ihrer Schlichtheit den Spaß für die Kinder im Blick.

Foto: Woes & Pia Weinberg

Über ein Jahr haben die beiden niederländischen Designer entwickelt, Prototypen entworfen und getestet, bis schließlich 2016 mit der Gründung auch die ersten Produkte auf den Markt kamen. Mich inspiriert dieser Spirit „Einfach machen“ und den eigenen Traum und Leidenschaft in die Tat umzusetzen.

Das Label ist noch sehr jung und die Kollektion entsprechend noch überschaubar, aber es lohnt sich MAISON DEUX auch weiterhin im Blick zu haben!

Ghost von Gervasoni

Ein wirklich schönes Bett entstammt der Ghost Kollektion der italienischen Firma Gervasoni. Das Hussenbett wurde von der Designerin Paola Navone entworfen, die seit 1997 als Kreativ Direktorin das Design Zepter bei Gervasoni in der Hand hält.

Foto: GERVASONI

Paola Navone bezeichnet sich als moderne Nomadin und pendelt zwischen Mailand und Hongkong, wo ihr Lebensgefährte lebt, hin und her. Entsprechend sind auch ihre Entwürfe ein Mix aus verschiedenen Welten und vereint augenscheinliche Gegensätze wie Kopf und Hand, Technik und Natur, Stadt und Land und vor allem Ost und West. Ihr besonderes Interesse gilt der Handwerkskunst der verschiedenen Völker und so schafft sie es asiatische Einflüsse in westliche Ästhetik zu übersetzen. Dabei entstanden Möbel und Accessoires von schlichter Schönheit und dennoch starker Ausstrahlung: Betten und Sofas mit bodenlangen Hussen, Beistelltische aus schwarzen Baumstämmen, Vasen und Tische aus Draht oder Töpfe aus gehämmertem Silber.

Foto: GERVASONI

Die Kollektion Ghost umfasst neben dem Bett auch verschiedene Stühle, Sofa und Sessel, z.T. modular gestaltbar. Das Bett gibt es in sechs verschiedenen Größen und mit drei verschiedenen Betthaupt Versionen.

Kleiner Einkaufstipp: Als autorisierter Fachhändler bietet brandstores die Produkte von Gervasoni zu einem besonders günstigen Preis – und versendet versandkostenfrei innerhalb Deutschland.

Foto: GERVASONI

Todd Bracher und Das Haus 2017 auf der imm cologne

In nicht mal mehr zwei Wochen öffnen die Tore zur alljährlichen imm cologne – einer der Leitmessen für Interieur Design. Vom 16. – 22.01.2017 werden in Köln wieder über 100.000 Designbegeisterte aus der ganzen Welt erwartet und namenhafte wie Jung Designer stellen ihre Neuheiten und Megatrends der Branche vor.

Foto: DAS HAUS 2017 BY TODD BRACHER

„Das Haus – Interiors on Stage“ ist fester Bestandteil der Messe. Inmitten der Pure Editions Halle 2.2 wird ein ca. 200 qm großes Haus errichtet, das jedes Jahr von einem neu nominierten Designer konzipiert und eingerichtet wird. Letztes Jahr hat sich der bekannte deutsche Designer Sebastian Herkner austoben können, dieses Jahr wurde der US Designer Todd Bracher als Guest of Honour  eingeladen, seine Ideen und Vorstellungen für „Das Haus 2017“ umzusetzen.

Ich wurde neugierig: In einer Designszene, die aktuell sehr stark von europäischen, insbesondere skandinavischen, Eindrücken geprägt ist, fiel mir der US Amerikaner sofort auf und ich wollte mehr erfahren über ihn und seine Arbeiten.

Foto: TODD BRACHER

Todd Bracher gilt als eine der führenden Persönlichkeiten der amerikanischen Designszene. 1974 als Sohn eines Tischlers in New York geboren, absolvierte er hier sein Designstudium am renommierten Pratt Institute. Nach Stationen in Kopenhagen, Mailand, Paris und London, zog es ihn 2007 wieder zurück nach New York, wo er sich in Brooklyn mit seinem 1999 gegründeten Studio niederließ.

Das Besondere an dem Studio ist sein Angebot, das neben dem klassischen, umsetzenden Produkt Design auch die strategische Beratung beinhaltet. So unterstützt Todd mit seinem Team u.a. weltweit führende Design Hersteller wie Cappellini, Fritz Hansen, Herman Miller, Issey Miyake oder 3M auch in strategischer Markenbildung und Differenzierung über ihr Produktdesign.

Foto: TODD BRACHER STUDIO

Und genau einer solchen strategischen Fragestellung liegt seine Vision vom Haus 2017 zugrunde. Mit seinem Konzept will er die zum Teil tradierte Vorstellung vom zeitgenössischen Wohnen hinterfragen und sich mehr um die Bedürfnisse der Bewohner kümmern. Für ihn stellt das Zuhause eine individuelle, „elementare Synthese aus Bedürfnissen und Funktionen dar, ganz darauf abgestimmt, seine Bewohner in ihrem Alltagsleben und in ihrer Entwicklung zu unterstützen“.

Foto: DAS HAUS 2017 BY TODD BRACHER

Auch in Bezug auf das von Todd entwickelte Produkt Design spielen strategische Aspekte wie wirtschaftliche Zielstellungen und (neue) Möglichkeiten der Herstellung, Wettbewerbsvorteile und Trends am Markt eine zentrale Rolle. Es geht ihm eben nicht nur um das reine ästhetisch, ansprechende Design. Es ist ein Zusammenspiel, das sich sehen lassen kann. Visionär und doch zeitlos, pur und doch markant kommen seine Entwürfe daher.

Foto: CREATE AN ICON – DOME BY TODD BRACHER FOR MATER

Der Blick über den Atlantik hat sich gelohnt und ich freue mich jetzt umso mehr auf die anstehende imm cologne und das Haus von Todd Bracher!

 

imm cologne vom 16.-22.01.2017 in Köln // Das Haus 2017 by Todd Bracher: Halle 2.2

Vortrag: Das Haus 2017: Todd Bracher präsentiert seine transatlantische Wohnvision // Referent: Todd Bracher // Datum: 16./17. Januar 2017 // Uhrzeit: jeweils 10:45 Uhr // Ort: The Stage, Halle 3.1, D002

Sebra – Hochwertiges Design aus Dänemark

Auf der Suche nach schönen Weihnachtsgeschenken, bin ich immer wieder über das Label Sebra gestolpert. Das dänische Interior Label ist durchaus nicht unbekannt – mit seinen stilvollen Baby- und Kleinkind Möbeln, sowie den liebevoll gehäkelten Puppen und Tieren in dezenten Pastelltönen, verzieren sie so manches Kinderzimmer.

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Sebra Interior wurde 2004 von der Designerin Mia Dela gegründet. Wie so häufig war die eigene Suche, das eigene Bedürfnis – in dem Fall nach qualitativ hochwertigen und stilvollen Einrichtungsgegenständen für das Kinderzimmer ihres Sohnes – ausschlaggebend für die Gründung.

Mia begann selber Möbel, Bettwäsche, Spielzeug und Accessoires für Kinder zu gestalten und zu produzieren. Und traf damit das Bedürfnis und den Geschmack von vielen. Mittlerweile umfasst das Team 20 Mitarbeiter und die Kollektion über 300 Produkte, die in 13 Länder verkauft werden.

Foto: sebra, dec 2014 ©2014 Palle Peter Skov

Foto: sebra, dec 2014
©2014 Palle Peter Skov

Seit diesem Jahr gehören dem Unternehmen auch die Rechte an dem urheberrechtlich geschützten Designklassiker „Juno-Bett“. Das berühmte Kinderbett wurde in den Jahren 1942–43 von dem dänischen Architekten Viggo Einfeldt entworfen. Grundlage war die Idee, ein Bett in einem zeitlosen Design zu entwickeln, das mit dem Kind mitwachsen sollte. Ungewöhnlich für die Zeit war auch der Fokus auf die Sicherheit des Kindes. Heute gilt das Bett als Design Ikone und gehört damit offiziell zum dänischen Kulturkanon. Zusammen mit Nanna Ditzels Hochstuhl (1955), Kaj Bojesens Holzspielzeug (1920–1950er Jahren), LEGO-Gründer Godtfred Kirk Christiansens LEGO-Stein (1958) sowie 105 weiteren Kulturschätzen definieren sie das Kulturerbe Dänemarks.

Seit dem 01. September 2016 bringt Sebra dieses klassische und schöne Bett unter dem Namen „Sebra-Bett – das Bett, das mit dem Kind wächst“ neu auf den Markt.

Foto: ©2016 Sebra

Foto: ©2016 Sebra

Die neue Kollektion setzt stark auf das natürliche Material Holz und umfasst neben ganz süßen Spielbögen für Babies, tollen Kinderküchen und Werkbänken auch diese entzückenden Schaukel-Nashörner in Pastell blau und rosa.

Foto: ©2016 Sebra

Foto: ©2016 Sebra

Ich bin mir sicher, auch der Weihnachtsmann wird hier fündig werden.

Foto: ©2016 Sebra

Foto: ©2016 Sebra

Foto: ©2016 Sebra

Foto: ©2016 Sebra

Foto: ©2016 Sebra

Foto: ©2016 Sebra

 

Xmas Shopping-Wahnsinn

Heute am BlackFriday gibt es bei vielen schönen On- und Offline Geschäften satte Rabatte. Wer also noch ein schönes Geschenk sucht oder zum ersten Advent seine Wohnung noch Weihnachtsfest machen möchte, sollte heute zuschlagen.

Zum Beispiel bei:

Geliebtes Zuhause // 15 % mit dem Rabattcode: GZH-BLACK16 (gilt das ganze Wochenende)

Normann Copenhagen // 20% auf das gesamte Sortiment

AmbienteDirect // Bis zu 70% auf ausgewählte Design Klassiker (gilt das ganze Wochenende)

Connox // 12% Rabattcode + 20% auf Louis Poulsen und 15% auf Tom Dixon Copper (gilt das ganze Wochenende)

Frau Hansen in Hamburg // Offline 20% auf alle schwarzen Kleidungsstücke und Schuhe

Westwing // Bis zu 75% auf 13 ausgewählte Design Highlights

Monoqi // Bis zu 66% auf ausgewählte Design Highlights

Design-3000 // Bis zu 50% auf ausgewählte Design Highlights

FlowerPot VP3 von Verner Panton

Ich liebe die FlowerPot Lampe von Verner Panton. Entworfen 1969 entspringt sie der Hippie und Flower Power Generation, die die alten und verstaubten Werte über Bord warfen und sich der Peace, Love & Harmony Bewegung anschlossen. Frieden, Liebe und Harmonie – gerade jetzt wieder wichtiger denn je.

Die Lampe wurde von dem dänischen Label &tradition (siehe Beitrag vom 18. Februar 2016) neu aufgelegt.

Foto: &tradition

Foto: &tradition

Und jetzt der Knüller: Die Tischlampe gibt es derzeit zu einem sagenhaften Preis von 199 € (statt 289 €) bei ambientedirect zu bestellen. Yay!

Ganz getreu der Flower Power Bewegung gibt es die Lampe in den unterschiedlichsten Farben – und natürlich auch als VP1 und VP2 Pendelleuchte, sowie der kleineren Tischleuchten-Version VP4!

Foto: &tradition

Foto: &tradition